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"Kein Migränepatient muss sich heutzutage mit einer schlechten Behandlung mit nur geringen Erfolgen zufrieden geben", betont Professor Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel in
einer Ausgabe der Zeitschrift VITAL. Im Prinzip sei es richtig, wenn der Patient sich selbst behandele.
Zu den wichtigsten Vorbeugemaßnahmen für Migräne-Patienten zählt ein klar geregelter Tagesablauf, in dem beispielsweise feste Essens- und Einkaufszeiten festgelegt sind. Einen Tag in der Woche
sollten Patienten für sich reservieren und sich beispielsweise mit einem Konzertbesuch oder einer Massage verwöhnen.
Auch mässiges Ausdauertraining wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen ist sehr empfehlenswert. "Sport baut Stresshormone zuverlässig ab und trainiert Körper und Geist auf einen gesunden Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung", sagt Göbel.
43 Prozent der Patienten erzielen durch eine psychologischeEntspannungstherapie positive Wirkungen. Am einfachsten zu erlernen ist die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, bei der die Muskeln
angespannt und sofort wieder gelockert werden und die fast augenblicklich gute Resultate bringt. Hilfreich kann auch die Biofeedback-Therapie sein, bei der mit Hightech-Geräten verschiedene
Körperfunktionen gemessen werden. "Wichtig für Patienten, die auf andere Entspannungstechniken nicht ansprechen", sagt Experte Göbel.
Auch Heilpflanzen können vorbeugend eingesetzt werden, das gilt insbesondere für die Pestwurz (Petasites). Sie halbiert die Häufigkeit von Migräneanfällen, wie eine Studie
am Albert Einstein College in New York ergab. Wer Migräne- Attacken mit Medikamenten wie Aspirin behandelt, der sollte auf die richtige Dosis achten. "Leider nehmen zwei von drei Patienten eine
zu geringe Dosis ein. Wirksam sind nur 1000 Milligramm oder mehr Acetylsalicylsäure oder Paracetamol", betont Göbel.
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